Pfarrhof, Schötz

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Der alte Pfarrhof von Schötz um 1900. Aus der Sammlung von Eduard Muri, Schötz.

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Damals in der Bäuerinnenschule, Willisau, Klassenzusammenkunft, Jg. 1968

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«Weisch no – vor 50 Johr»: Unter diesem Titel haben die umsichtigen Organisatorinnen Marie-Theres und Bernadette Vogel die Jubiläums-Klassenzusammenkunft organisiert. Ja, vor 50 Jahren sind 27 künftige Schülerinnen der damaligen Bäuerinnenschule droben auf der Gulp über dem historischen Städtchen von Willisau zu ihrer 20-wöchigen Ausbildung im Bereich «Hauswirtschaft» eingetroffen. Unter der Leitung des Direktorenpaares August und Lena Burger-Köfferli wurden sie in Empfang genommen und ihren Hauptlehrerinnen Anna Bucher, Anna Christen, Monika Hürlimann und Vreny Kurmann übergeben. Die Jubiläumstagung wurde im Tropenhaus in Wolhusen bei einem vorzüglichen Mittagessen und einem Rundgang durch diese einmalige Anlage entsprechend gefeiert. Die 23 anwesenden Absolventinnen konnten sich in angeregten Gesprächen über die lehrreiche Zeit an der Bäuerinnenschule, die nachfolgenden Jahre mit ihren Familien und über ihr Alltagsleben unterhalten. Ja, diese Zeit an der einstigen bäuerlich-hauswirtschaftlichen Bildungsstätte ist im Nachgang schnell, zu schnell verstrichen. Geblieben sind aber sehr viele schöne Erinnerungen. – Unser Bild: Umgeben von zahlreichen tropischen Pflanzen präsentiert sich der Jahrgang 1968 bei bester Festlaune.

Aus dem WB vom 29. Juli 1963

Mit der Jugend in den Ferien

Blauring Schötz in Jaun

Liebe zu Hause Gebliebenen

Sicher interessiert Euch der „innere Aufbau“ unseres Lagers. Die Personen, die damit zu tun haben, sind wohl bekannt: Generalstab, Küchenmannschaft, Führerinnenstab (tönt ähnlich wie im Militär, für uns Unterabteilung FHD). Sehr geprägt ist unser Lager von den Punkten: blau für Ruhe, für gute Ordnung gelb, ausserordentliche Taten werden mit rot belohnt. Diese eroberten Punkte werden an den Wimpel geheftet. Bisweilen werden Wettkämpfe um die begehrten Ehrenzeichen ausgetragen. Am schwierigsten zu erwerben sind die Spezial. Dazu braucht es Köpfchen, denn alle üblichen Aufgaben im Haus sind unter die verschiedenen Gruppen aufgeteilt. Strafpunkte gibt es bei uns nicht, ob es sie auch geben sollte? In einer Schar mit unternehmungslustigen Mädchen läuft allerhand. Aber nach einem dunklen Tag versteht unser Präses ausgezeichnet Schwamm darüber zu machen. Das lässt auch uns vergessen, wieder fröhlich sein und mottogemäss die Spatzen wieder pfeifen zu lassen. Das Nachhaltigste ist wohl, jedes hütet sich, noch einmal ein Wässerlein zu trüben. Mag sein, dass wir als gemachte Engel heimkommen!?

Ob es uns gefällt? Kommentar überflüssig! Wie wir die Tage verbracht haben? Am Dienstag wanderten wir auf Anraten unseres Hausarztes nach der Regimentshütte am Fusse der Sattelspitzen. Das war ein Erlebnis, so nahe an den senkrecht abfallenden Felswänden zu stehen. Der lange Aufstieg hatte sich gelohnt, Seufzer waren vergessen. Zwischen weissen Steinen hellrot leuchtende Alpenrosen, welch herrliches Bild! Wie schön ist doch die Natur, Alpwiesen breiteten sich wie bunte Blumenteppiche aus. Beim Abstieg gings oft lustig zu. Einige hatten im Morast etliche Mühe, Fuss zu fassen, gelang es nicht und waren sie schmutzig wie, eben wie für unsre Versorgung wichtige Haustiere, versuchten sie (nicht die Tiere) einander noch zu überbieten durch gegenseitige „Kriegsbemalung“. Als heranwachsende Damen schonten sie das Gesicht, um die Haut zu schonen. Am Mittwoch versuchten wir den ersten Muskelkater zu kurieren. Führerinnen sollen zu dem Zweck Frühturnen veranstaltet haben, als es noch niemand hätte sehen sollen!

Am folgenden Morgen brachen wir zeitig auf und wanderten nach oben. Die von Muskelkater und andern unbestimmbaren Katern Geplagten liessen die Marschtüchtigen bald zurück. Ursprüngliches Ziel war eine Alp, wirkliches: der Schwarzsee. Wie das spritzte, als wir ein Fussbad nahmen in Ermangelung eines Besseren. Wenn auch etwas mehr nass wurde, was schadete es! Durch den Sessellift liessen wir uns auf den Riggisberg sesseln. Dabei wurden wir nicht müde, immer wieder zurückzuschauen auf das uns ganz allmählich entrückende Tal. Götterspeise bildete für uns „Gluschtmäuler“ einen würdigen Tagesabschluss.

Mit frohem Gezwitscher
Spatz

Hornussengesellschaft Hintermoos-Reiden, 1918

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Die Hornusser Hintermoos-Reiden feiern am 2. September ihr 100-jähriges Bestehen. Die Hornussergesellschaft wurde 1918 von einigen wagemutigen Einzelkämpfern gegründet und wurde sogleich Mitglied des 1902 gegründeten Eidgenössischen Hornusserverbandes. Die Gründungsmitglieder der Hornusser-Gesellschaft Hintermoos (von links): Leiser Niklaus, Schär Otto, Burkhalter Hans, Maurer Godi, Lämmli Hans, Müller Jakob, Maurer Hans, Grädel Ernst. – Das Bild wurde zur Vefügung gestellt von Hermann Keist, Reiden.