Der Seuchenzug im Amt Willisau hält unvermindert an

Ein ungeahntes Ausmaß nimmt der gegenwärtige Maul- und Klauenseuchezug im Amt Willisau an. Am Mittwoch mußten in Richenthal von einem Bauernhof 26 Stück Großvieh und 81 Schweine und in Alberswil 14 Stück Großvieh und 21 Schweine auf die Schlachtbank geführt werden.

Nicht weniger als acht neue Seuchenfälle mußten gestern Donnerstag im Amt Willisau registriert werden. In Altbüron fielen zwei Bestände (zusammen 34 Stück Großvieh und 100 Schweine) dem Stallfeind zum Opfer. Ein weiterer, dritter Seuchenfall, kann erste heute abgeklärt werden. In Fischbach sind gestern drei Viehstände (zusammen 4 Stück Grossvieh und 61 Schweine) und in Nebikon zwei Ställe (zusammen 30 Stück Großvieh und 78 Schweine) von der Maul- und Klauenseuche befallen worden.

Fast 3000 Notschlachtungen in einer Woche
Nach den Angaben des Eidg. Veterinäramtes sind in der zweiten Dezemberwoche 78 neue Seuchenfälle in den Kantonen Bern (44), Waadt (16), Luzern (7), Freiburg (8), Baselland und Aargau (je 2), sowie Tessin (1) festgestellt worden. Total mußten 1243 Stück Rindvieh, 1691 Stück Schweine und 34 Schafe notgeschlachtet werden. Davon entfallen allein auf den Kanton Bern 761 Stück Rindvieh, 1063 Schweine und 20 Schafe, das Waadtland 171 Stück Rindvieh, 184 Schweine und 8 Schafe, Luzern 136 Stück Rindvieh, 355 Schweine und 6 Schafe sowie auf Freiburg 133 Stück Rindvieh und 69 Schweine.

Die Seuche ist gestern nun auch im Kanton Thurgau, und zwar in Hüttlingen und Felben, ausgebrochen.

Weitere Seuchenmaßnahmen
Nachdem im Kanton neue schwere Seuchenfälle aufgetreten sind, wurden strengste Maßnahmen angeordnet: Der Verkehr wurde eingeschränkt  und auch der Betrieb der Lohndreschereien verboten.

 

 

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