Mann gefesselt, schwer verletzt und ins Güllenloch gestossen

Brutaler Tötungsversuch am vergangenen Samstagabend in Reiden. Ein 41jähriger Mann fesselte und knebelte einen 24jährigen Bauern, schlug ihn zusammen und stiess ihn ins Güllenloch. Nur dank grossem Glück kam das Opfer mit dem Leben davon. Ein zufällig hinzugekommener Mann wurde zwar auch geknebelt, konnte sich aber befreien und Alarm schlagen. Der Täter, welche aus Eifersucht gehandelt hatte, stellte sich am Sonntagabend der Polizei.

Das Opfer hatte insofern grosses Glück, dass sich bei kalter Witterung in einem Güllenloch wenig Gas entwickelt, wie Amtsstatthalter Franz Kurmann gegenüber dem Willisauer Boten erklärte. Dies und die Tatsache, dass die Gülle „nur“ 80 Zentimeter hoch reichte, wird dem 24jährigen Opfer das Leben gerettet haben. Er war zwar schwer verletzt, wie der Polizeimitteilung zu entnehmen war: Mit einer Schaufel waren ihm massive Kopf- und Gesichtsverletzungen zugefügt, die oberen Zähne alle eingeschlagen, das Nasenbein und der Schädel gebrochen worden. Gemäss Angaben von Polizei und Statthalteramt ist er ausser Lebensgefahr.

Der 41jährige Täter stellte sich am Sonntagabend kurz vor 17 Uhr der Kantonspolizei in Luzern. Wie Amtsstatthalter Franz Kurmann erklärte, hatte der Mann – ein Schweizerbürger – aus Eifersucht gehandelt.

Der Tathergang hatte sich nach Polizeiangaben wie folgt abgespielt: Der 24jährige Bauer arbeitete am Samstagabend auf der Liegenschaft Hochfluh in Reiden. Plötzlich richtete ein Mann ein Flobert mit abgesägtem Lauf auf ihn, fesselte und knebelte das Opfer mit Schnüren und Klebebändern. Ein zufällig hinzugekommener 63jähriger Mann wurde ebenfalls bedroht, gefesselt und geknebelt. Anschliessend deckte der Täter das Güllenloch ab, traktierte den 24jährigen Bauern mit einer Schaufel auf schwerste Weise und warf den Wehrlosen ins Güllenloch. Dem zweiten Opfer gelang es in der Folge, sich zu befreien und Alarm zu schlagen.

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