Grossbrand in Schötz

In der Nacht auf Allerseelen brach im Wohnhaus der Familie Steinmann, Kantonsstrasse, Schötz, Feuer aus, das in der Folge dieses Gebäude bis auf den Grund einäscherte.

Das Feuer brach etwas vor Mitternacht in den obern Räumen des Wohnhauses aus und dehnte sich, angefacht durch einen stürmischen Westwind, sehr rasch auf das ganze Gebäude aus. Um 00.05 Uhr wurde die Feuerwehr Schötz telefonisch alarmiert und bereits sieben Minuten später konnte aus dem ersten Rohr Wasser abgegeben werden. Beim Eintreffen der Feuerwehr hatten bereits alle Personen das Haus verlassen und diese konnte sich nun auf die Rettung der Tiere – 23 Stück Grossvieh und 40 Schweine – und die Löscharbeiten konzentrieren. Mit allen Mitteln wurde versucht, die noch unversehrte Scheune vor den Flammen zu bewahren. Auch die Feuerwehren von Alberswil, Ettiswil und Nebikon wurden aufgefordert und trafen sehr rasch auf dem Brandplatz ein.

Trotz vereinter Anstrengungen – es wurde aus 11 Rohren Wasser abgegeben – gelang es jedoch nicht, den Uebergriff des Feuers auf die Scheune zu verhindern, weil sich ein riesiges Funkenmeer über sie ergoss. In den grossen Futtervorräten fanden die Flammen, immer neu entfacht durch den starken Wind, reichlich Nahrung und so musste auch dieses Gebäude bald das Schicksal des Wohnhauses teilen.

Ausser einer kleinen, am Wohnhaus angebauten Schweinescheune, einem mit der Scheune verbundenen Schopf mit landwirtschaftlichen Geräten und Holzvorräten und einem Milchgerätehäuschen wurde alles ein Raub der Flammen. Die Familie Steinmann konnte aus dem Wohnhaus, ausser den eilige angezogenen Kleidern, nur das nackte Leben retten. In den Flammen blieb auch ein Kassenschrank mit Wertpapieren und einm grösseren Betrag in bar. Sein Inhalt verkohlte in der riesigen Hitze trotz der Isolation.

Glücklicherweise konnte jedoch das in der Nähe der Scheune auf einer Garage erbaute Wohnhaus der Familie Alfred Steinmann genügend abgekühlt und so unversehrt erhalten werden.

Wir sprechen der schwergeprüften Familie unser ehrliches Mitgefühl aus und danken unseren Feuerwehrmänner wie auch ihren Kameraden aus den Nachbargemeinden für ihren raschen, mutigen und oft auch gefährlichen Einsatz.