250 Jahre Klosterkirche St. Urban

Ein konkreter Beitrag
St. Urban, Hort des früheren geistigen und geistlichen Lebens, ist immer noch zweckentfremdet. Weitherum bleibt ein Unbehagen, daß diese alte Klostersiedlung ausgelöscht ist. Wäre es nicht eine versöhnliche Geste des guten Willens, im Einverständnis mit dem Diözesanbischof wiederum Mönche aus dem Zisterzienserorden nach St. Urban zu berufen. Wir denken hier nicht direkt an eine Klosterneugründung, sondern vorerst eher an die Form eines Hospizes, wie es bereits in Muri seit 1957 besteht. Eventuell könnte diesen Mönchen die Seelsorge in der Klinik anvertraut werden. In St. Urban wieder eine Klostergemeinschaft aufleben zu lassen, wäre ein ganz konkreter Beitrag zur Feier vom 12. September 1965. Das Jubiläumsjahr könnte so zum Anlaß werden, früher begangenes Unrecht wieder gutzumachen.

Eine solche Versöhnungsgeste wäre zugleich ein wirksamer Beitrag, die Sonderbundskrise, in die der Kanton Luzern 1847 gestürzt worden war und deren Auswirkungen wir bis heute spüren auch geistig zu bewältigen und in versöhnlichem Geiste endgültig zu überwinden. Das wäre der Schlußstrich unter eine kämpferische Epoche, die dem Kanton Luzern mehr Leid als Freude eingebracht hatte.

 

Schwingen

Gut gelungener Schwinget auf dem Menzberg

Aut dem Menzberg fand am vergangenen Sonntag nach einem Unterbruch von rund dreißig Jahren wieder ein Schwinget statt. Der Vorstand äer Schwingervereinigung Wiggertal mit Werner Sommer an der Spitze hatte für eine tadellose Durchführung gesorgt. Alles war auf das beste vorbereitet, und so mußte am Sonntagmittag nur noch auf den bekannten Knopf gedrückt werden und alles klappte vorzüglich. Rund 40 Aktive traten zum Wettkampf an, und eine große Zuschauermenge umsäumte die drei Sägemehlringe. An gutem Schwingerholz fehlte es nicht, so daß die Schwingerfreunde voll auf ihre Rechnung kamen. Während im Sägemehl die starken Mannen um Sieg und Rang kämpften, sorgte der Jodlerklub «Talfriede» Menznau für ein schönes Rahmenprogramm. Als Belohnung für die Arbeit winkten den Schwingern prächtige Glocken und gravierte Teller. Allenthalben hörte man diesen Schwinget loben und die Veranstalter dürfen ihn mit gutem Gewissen nächstes Jahr wieder durchführen. Als Sieger ging mit sechs gewonnenen Gängen Otto Röthlin, Emmenbrücke, hervor. Im ersten Gang warf er Fritz Habegger und nachher war es Karl Scheuber, der ins Gras beißen mußte. Karl Faßbind und Anton Grüter konnten den Siegeszug ebenfalls nicht aufhalten, wie auch Albert Wespi nichts zu bestellen hatte. Den Schlußgang absolvierte Röthlin gegen Ruedi Minder und gewann mit einem
Hackenschwung. Bereits an zweiter Stelle auf der Rangliste finden wir den Hergiswiler Ruedi Minder. Ihm fiel die Ehre zu, mit dem Sieger den Schlußgang zu bestreiten, den er zwar ehrenvoll verlor. Ruedi durfte den von Oskar Stirnimann gestifteten Schönschwingerpreis entgegennehmen. Es war erfreulich, daß sich mehrere Schwingerfreunde erkenntlich zeigten und durch ihre Gebefreudigkeit zur Verschönerung des Gabentisches beitrugen. Karl Scheuber verzeichnete fünf Siege und nur gegen Otto Röthlin mußte er eine Niederlage einsacken. Auch Karl Faßbind konnte sich fünf gewonnene Gänge notieren lassen. Fritz Habegger ging es zuerst nicht nach Wunsch. Von Otto Röthlin wie Karl Faßbind mußte er Niederlagen in Kauf nehmen; drehte nachher doch entschieden auf und donnerte der Reihe nach vier Gegner auf den Rücken. Auch Hans Hegi zeigte sich von der besten Seite und sicherte sich ein sonniges Plätzchen auf der Rangliste.

Schlußrangliste: 1. Röthlin Otto, Emmenbrücke 59,50 P.; 2a. Minder Rudolf, Hergiswil 57.75; 3. Habegger Fritz, Escholzmatt 57.25; 4. Hegi Hans, Zell 56.75; 5c. Niederberger Kaspar, Menzberg 56.50; 7b. Kunz Isidor, Hergiswil 56.OO, 7c. Rölli Anton, Hergiswil 56.00; 8a. Bättig Robert, Willisau 55.75; 8b. Duß Xaver, Hergiswil 55.75; 9. Schumacher Hans, Hergiswil 55.50; lOa. Achermann Edi, Willisau 55.25; 10b. Grüter Anton, Ruswil 55.25; 10c. Meier Edi, Menzberg 5S.25.

 

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