Versicherungsbetrug

Ueberraschender Fund durch Sporttaucher im Soppensee
(Mitgeteilt vom kant. Pollzeikommando)

Zwei junge Sporttaucher aus Grenchen übten sich am 21. Juli 1965 am idyllischen Soppensee, Gemeinde Buttlsholz, im Gerätetauchen. Um 16.00 Uhr stießen sie beim sog. Hechtenloch in etwa 5 m Tiefe überraschend auf ein mit Luzerner Kontrollschildern versehenes Automobil. Die beiden jungen Taucher befestigten ihren großen Fund an einer Kette und ließen den Wagen mit zwei Traktoren über eine Umlaufrolle an Land ziehen. Im Wagen seihst befanden sich keine Gegenstände; auch fehlten die Raddeckel. Bei der Hebung des Wagens traf zufällig der Posteninhaber von Großwangen, der sich auf einer Diensttour befand, ein. Durch diesen wurden die entsprechenden Erhebungen durch das Polizeikommando Luzern veranlaßt.

Der aus dem Soppensee gehobene Wagen, ein Austin 850, Modell 1963, wurde am 16. Mai 1965 von seinem Besitzer als gestohlen gemeldet. Als Dlebstahlszelt hat er die Nacht auf den 16. Mai 1965, 20.30—01.15 Uhr, angegeben. Der Wagen war gegen Dlebstahl versichert. Die erhebliche Versicherungssumme wurde ausbezahlt. Da der Besitzer für den Zeitpunkt des Diebstahls ein einwandfreies Alibi nachweisen konnte, mußten, trotz Verdacht eines allfälligen Versicherungsbetruges, die polizeilichen Erhebungen eingestellt werden.

Mit der überraschenden Auffindung des vermißten Automobils wurden in der Morgenfrühe des 22. Juli 1965 die Erhebungen neu aufgenommen. Detektive der Kantonspolizei setzten zusammen mit dem Posteninhaber von Wolhusen-Markt die Befragungen neu an und nach kurzer Zeit mußte der 21jährige Wagenbesitzer den Versicherungsbetrug eingestanden. Mit dem Kauf des Automobils sind mit den Besitzerfreuden auch die Schulden gestiegen. Um seine mißliche finanzlelle Lage zu sanieren, beschloß der junge Automobilist, zusammen mit zwei Gehilfen, den Wagen verschwinden zu lassen, um damit in den Besitz der Versicherungssumme zu gelangen. Während er sich mit Bekannten auswärts zu einem Besuche begab, haben seine beiden Gehilfen mit einem zweiten Autoschlüssel den Wagen in Gang gebracht und kurz darauf im Soppensee versenkt. Sie haben dabei nicht eingerechnet, daß der Wagen später einmal aufgefunden werden könnte.

Der Versicherungsbetrüger und seine beiden Helfer wurden in Haft genommen. Alle drei sind geständlg. Sie haben sich beim Statthalteramt Sursee für ihre Betrugshandlung zu verantworten.

 

Das Schloß Altlshofen muß der Nachwelt erhalten bleiben

In einem nicht sehr vorteilhaften Zustand befindet sich das Schloß Altishofen. Der Zahn der Zeit hat daran genagt. Um dieses einzigartige Kunstdenkmal zu erhalten, ist eine Renovation dringend notwendig; die finanziellen Mittel sind aber von der Gemeinde selbst nicht aufzubringen. Um das Schloß des ehemaligen Schweizerkönigs Ludwig Pfyffer der Nachwelt erhalten zu können und für die Restaurierung baulicher Kunstwerke ganz allgemein kantonale Mittel frei zu bekommen, hat Großrat Eduard Hodel, Altishofen, mit verschiedenen Mitunterzeichnern die nachfolgende

Motion

im kantonalen Parlament eingereicht.
„Das Schloß Altishofen, einstmals eine Deutschordenskomturei wurde von Ludwig Pfyffer dem Schweizerkönig und berühmten Sieger von Dreux, im Jahre 1571 erworben. Auch die Herrschaft, der Grundbesitz sowie die Gerichtsbarkeit über fast das ganze Tal waren damals, bis zur Schwelle der neuesten Zeit, in den Händen der Junker. Vor 100 Jahren wurde der herrschaftliche Sitz von der Gemeinde erworben
und hat bis heute als Bärgerheim sehr segensreich gedient. Zur Erhaltung des Schlosses, dieses einzigartigen Kunstdenkmals des Kantons Luzern, das Dr. Reinle im 1. Rang aller luzernischer Denkmalbauten einreiht, muß an eine Restaurierung gedacht werden. Der Regierungsrat wird eingeladen, Mittel und Wege zu suchen, um derart wertvolle Kunstwerke zu schützen und sie der Nachwelt zu erhalten.

 

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