Aus den Verhandlungen des Gemeinderates von Menznau

Die Luzerner Kantonalbank sichert der Bürgergemeinde ebenfalls die Hälfte des Baukredits für den Bürgerheim-Umbau zu. Damit ist die Finanzierung dieses Bauvorhabens sichergestellt. – Mit den Herren W. und M. Ribary, Architekten, Luzern, wird der Zeitplan für den Bau des Schulhauses Twerenegg besprochen. – Dem Ingenieurbüro Weilenmann + Zehnder, Emmenbrücke, wird der Auftrag erteilt, die Feldaufnahmen auszuführen, damit für Menzberg ein generelles Kanalisationsprojekt ausgearbeitet werden kann. Vom 17. Mai bis 6. Juni 1965 wird in Menzberg die Gren. Kp. 23 einquartiert. Da das Schulhaus zur Verfügung gestellt werden muss, wird die Schule während dieser Zeit unterbrochen. – Das Erziehungsdepartement hat folgende Stellvertreter bestimmt: Für die 7./8. Klasse Knaben im Dorf stud. theol. Robert Dobmann, Menznau; für Lehrer S. Schmid, Menzberg, Frl. Verena Küffer, Lehramtskandidatin, Ostermundigen. – Die Lehrerschaft stellt das Gesuch um Erhöhung der gegenwärtigen Gemeindezulagen. Der Gemeinderat ist bereit, diesem Begehren zu entsprechen. – Für die Arbeitsschulzimmer Menzberg und Geiss wird die Anschaffung neuer Schulmöbel beschlossen. Die Kosten stellen sich auf Fr. 7100.-. – Verschiedene Gemeindestrassen weisen durch die Einwirkungen des Winters zum Teil grössere Schäden auf. So muss die Strasse Geiss-Staltensäge auf einer Länge von 100 m ausgehoben und neu geschottert werden. – Die Anstösser der privaten Güterstrasse Laui-Unterfingen-Gassmeshaus sind zur Gründung einer neuen Strassengenossenschaft einzuladen. – Das Staatswirtschaftsdepartement hat an Josef Huber, Restaurant Bahnhof, die Wirtschaftsbewilligung erteilt für die Schiessanlässe dieses Jahres.

Neu: „Milchdrink“

In verschiedenen Städten kommt in diesen Tagen unter der Bezeichnung „Milchdrink“ eine neue, teilweise entrahmte Pastmilch auf den Markt. Der Fachhandel antwortet damit auf den von der Migros im vergangenen Herbst lancierten „M-Drink“. Der Migro-Genossenschaftsbund versuchte bekanntlich mit einer auf 2,8 Prozent Fettgehalt herabgesetzten Konsummilch den geltenden Vorschriften der Milchmarktordnung zu entgehen. Durch Entscheide des Eidg. Volkswirtschaftsdepartementes und des Bundesgerichtes wurde der „M-Drink“ jedoch als Konsummilch im Sinne des Gesetzes eingestuft. Anschliessende Aussprachen zwischen den Behörden und Vertretern der Migros, mit dem Ziel, das neue Getränk vom Markte zurückzuziehen, blieben ohne Erfolg.

Unter diesen Umständen haben nun einige Molkereien unter dem Drängen des Milchhandels und anderer Verteilerorganisationen nachgegeben und eine auf 2,8 Prozent Fettgehalt entrahmte Milch ins Produktionsprogramm aufgenommen. Damit stehen den Konsumenten nun drei Sorten Milch zur Verfügung: Offen ausgemessene Milch, Pastmilch und teilweise entrahmter „Milchdrink“. Die Milchwirtschaft ist  sich der damit verbundenen wirtschaftlichen Folgen – steigende Verwertungsverluste in der „Butterrechnung“ – bewusst, und sie bedauert, dass dem Bundesrat keine Mittel zur Verfügung stehen, um der unerfreulichen Entwicklung entgegenzuwirken.

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