Das ehemalige Gasthaus Lamm, Richenthal, 1927

16098-sta-annodazumal.jpgUnser Bild aus dem Jahr 1927 zeigt das ehemalige Gasthaus Lamm in Richenthal. Wirt Melchior Achermann begrüsst Besuch aus Schötz. Das Gasthaus verfügte Mitte der Dreissigerjahre mit der Nr. 4 über eine der ersten Telefonnummern. Das Bild wurde zur Verfügung gestellt von Marlis Stocker aus Nebikon. Sie hofft, dass das Gasthaus wieder zur vollen Blüte kommt, «denn es gehört zum Richenthaler Dorf».

Aus dem WB vom 11. Dezember 1936

Nur nicht schimpfen. Schimpfen gehört zwar zum schweizerischen Nationalcharakter. Aber mit noch so viel Schimpfen bessern wir an unseren Zeiten auch nicht einen Deut. Wo Staatshäupter und Finanzgrössen versagen, da kann nur noch eine helfen: die Frau – die kaufende Frau! Trägt sie Geld dorthin, wo Waren verschleudert oder nur mit Maschinen hergestellte Waren verkauft werden, so werden immer mehr Männer arbeitslos und die Löhne werden herabgedrückt; dann werden die Zeiten ständig noch schlimmer. Bringt die Frau aber ihr Geld in die kleinen Handels- und Fachgeschäfte, wo fachkundig gearbeitetes, währschaft Gutes – die echte Eleganz – zu Hause ist, so greifen zwei Hände hilfreich ineinander; die Hand der Käufer und die Hand der Verkäufer, zu einem grossen, festen Bunde. Dem Bunde, der nötig ist, um unseren Arbeitslosen zu Brot, den Männern zu besserem Verdienst und allen mählich zum Wohlstand zu verhelfen. Haben wir Ihnen damit einen Wink gegeben, wo Sie sicher gut einkaufen werden auf die Geschenkzeit hin und auch später? Nun, wir sind sicher, dass Sie in den Willisauer Geschäften sorgfältig bedient werden. Ihre Inhaber halten Ihnen die offene Hand entgegen zum Gruss und zum gemeinsamen Aufbau an einer neuen, besseren Zeit. Öffnen auch Sie die Hand…

Aus dem WB vom 7. November 1941

Eine schlimme Sache ist der frühe Einbruch des Winters für unsere Bauern. Die Ernte ist noch nicht voll eingebracht. An manchen Orten liegen noch viele Kartoffeln im schneebedeckten Boden und schönes Obst hängt an den weiss gewordenen Bäumen. Auch sonst wäre noch manches heimzuholen. Einen so winterlichen Novemberanfang, nach einem wüsten Oktoberausgang, haben wir schon seit vielen Jahren nicht mehr erlebt. Das wird dieses Jahr namentlich in den Gegenden hart empfunden, wo man, weil mit zu wenigen Arbeitskräften in einem kurzen Herbst alles auf einmal getan werden sollte, mit dem Einbringen der schönen Ernte in Rückstand kam. Was bleibt zu tun? Nicht viel, als inständig zu hoffen und zu bitten, es möge uns noch ein nicht zu kurz bemessenes Martini-Sömmerchen geschenkt werden. Es geht um vieles, und da wird leider weder der Bundesrat noch Gottlieb Duttweiler helfen können. Sehr angebracht war der Appell des Eidgenössischen Kriegs-Ernährungsamtes, freiwillige Helfer möchten einspringen, sobald das Wetter es gestattet, die Ernte zu beendigen. Es geht um die Früchte des Bauern, aber auch um diejenigen des ganzen Volkes.

Feldmatt, Brestenegg, in Ettiswil, 1906

16089-sta-annodazumal.jpgUnser Bild ist im Jahr 1906 auf der Feldmatt, Brestenegg, in Ettiswil entstanden. V.l.n.r.: Melker Manuel Portmann (hat sein Leben lang bei Jakob Künzli gearbeitet), Hüttenknabe (unbekannt), Jakobli (früh verstorben), Franziska (später Frau Boog in Zuswil), Marie (später Frau Steinger, zur Braui, in Sursee), Mutter Franziska Künzli-Huber (vom Brüggenhof, Grosswangen), Nina (später Frau Gut, Heizungen, in Willisau), Schwester von Mutter Künzli aus Grosswangen. Das Bild wurde zur Verfügung gestellt von Peter Kilchmann, Ettiswil.